Neubau Wohnanlage am Brühl, Apolda

Brühl 2 a,b,c, 99510 Apolda

Straßenansicht Brühl I Ritterstraße (Bild: Claus Bach)

Erläuterungen zur Einreichung

Im Zentrum Apoldas, auf einem innerstädtischen Brachgelände, dem freigeräumten ehemaligen Großküchengelände zwischen Bach- und Ritterstraße, ist ein neues Wohnquartier für Menschen aller Altersschichten entstanden. Der Entwurf ging hervor aus einem Wettbewerbsverfahren aus dem Jahre 2009. Die drei neuen Wohngebäude führen die historische Blockrandstruktur entlang der Bachstraße , Brühl und Ritterstraße fort. Durch Einschnitte werden die geschlossenen Straßenfluchten aufgebrochen und strukturiert. Entlang der Einschnitte entwickeln sich zwei der Baukörper in das Blockinnere und teilen das Quartier in drei Höfe. Die überwiegend dreigeschossigen Baukörper werden durch eine bewegte Dachlandschaft aus unterschiedlich stark geneigten Satteldächern gegliedert und fügen sich somit in ihrer Maßstäblichkeit in die historische Bebauung ein. Die von den Gebäuden im Blockinneren gefassten und miteinander verbundenen Höfe - Anger, Gartenhof und Obstbaumgarten - sind in ihrer Funktion und Gestaltung unterschiedlich und bieten Freiräume mit differenzierten barrierefreien Aufenthaltsqualitäten. Die Eingänge der drei Wohngebäude liegen an den Straßenzügen der Bachstraße und des Brühls. Sie setzen sich als leicht eingedrückte farbige Flächen von der Kubatur der Baukörper ab. Von hier gelangt man über offene Treppenhäuser und Laubengänge zu den 54 Wohnungen, von denen 44 barrierefrei und sechs rollstuhlgerecht nach DIN ausgestattet wurden. Den stets von Norden oder Osten erschlossenen 1- bis 3-Raum-Wohnungen liegt eine gemeinsame Struktur zugrunde. Über das etwas zurückgesetzte farblich, abgehobene Eingangselement gelangt der Bewohner in eine Diele, von der aus alle Räume der Wohnung erschlossen werden. Während die Nebenräume Bad und Küche stets am Laubengang liegen orientieren sich die Haupträume mit Wohn- und Schlafräumen inklusive Loggia nach Süden oder Westen, mal zum Hof und mal zur Straße. Für die Wohnqualität von großer Bedeutung sind die privaten Außenräume in Form von Loggien und die außen liegenden Bäder, die in allen Wohnungen vorhanden sind. Die Haustechnik wurde ausgestattet mit Luftwärmepumpen und Solarthermie, so dass die Häuser nachhaltig ökologisch und ökonomisch beheizt werden können. Durch die Umnutzung einer innerstädtischen Brache zu einer zeitgemäßen, technisch hoch modernen Wohnanlage ist es gelungen einen nachhaltigen und ökologisch wichtigen Beitrag für die innerstädtische Entwicklung Apoldas und ihrer Bevölkerung zu leisten.

Einreichung
BarriereFREI-Preis 2013

Bereich Bauwerke/ Gebäudeensembles, Freiraumgestaltungen, Verkehrsräume, Planungen

Maßgeblich Beteiligte

Bauherr:

Wohnungsgesellschaft mbH Apolda
Gerichtsweg 2
99510 Apolda
http://www.wg-apolda.de

Architekten:

dieckmann satzinger architekten
Brauhausgasse 17
99423 Weimar
http://www.dieckmannsatzinger.de

Innenraum Wohnung (Bild: Claus Bach)

Straßenansicht Brühl (Bild: Claus Bach)

Straßenansicht Bachstraße (Bild: Claus Bach)

Eingangsbereich Treppenhaus (Bild: Claus Bach)

Laubengang an der Bachstraße (Bild: Claus Bach)

Laubengang Innenhof (Bild: Claus Bach)

Eingangsbereich Brühl (Bild: Claus Bach)

Lageplan (Bild: dieckmann satzinger architekten)

Grundriss Erdgeschoss (Bild: dieckmann satzinger architekten)

Für Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben und die Wahrung der Urheber-, Foto- sowie Autorenrechte seitens der Einreicher, übernimmt der Beauftragte der Thüringer Landesregierung für Menschen mit Behinderungen keine Gewähr. Die Nutzungsrechte sind dem Beauftragten für Menschen mit Behinderungen durch die Einreicher kostenfrei übertragen worden.

Der eingereichte Erläuterungstext wurde weder korrigiert noch lektoriert.

Einreicher war Susanne Dieckmann.